Mützen

In Birka lagen teilweise auch in mehreren Reihen broschierte Brettchenwebborte (Silber-oder Goldfäden in der Borte) oder Flechtbänder um die Schädel. Es wird sich darum "gestritten" ob diese auf Bänder aufgenäht und nur als Band um den Kopf lagen, oder doch eher zu einer Kappe gehörten. Ich habe mich hier für letzteres Entschieden, da es mir am wahrscheinlichsten klingt. Die gefunden Borten waren aus Seide und broschiert, d.h. es waren Silber- oder Goldfäden mit eingewebt. Ich habe wollene Borte verwendet. Es soll hier aber mal einen Eindruck vermitteln, wie es mit mehreren Borten ausgesehen haben könnte.


                                                                                                                                            

                                                                                          

Den Kopfumfang messen + 1,5 - 2 cm Zugabe und dann durch 2 oder 4 teilen. An den   Seiten 0,7 cm und unten 1 cm als Nahtzugabe anzeichnen. Diesen Grundschnitt   vier mal ausschneiden und zusammennähen. Die Nahtzugaben mit einem   Überwendlichstich festnähen.                                                                               

   Da kein Fund vorliegt, zeige ich einen vereinfachten modernen Schnitt.  

 

Durch den Fund einer kegeligen Mützenspitze wurde lange vermutet, dass diese zu einer zipfeligen Mütze gehörte, gern auch als Rusmütze, bezeichnet, wobei dieser Begriff falsch ist. Denn als Rus werden Ostslawen genannt  Inzwischen ist man davon völlig abegkommen, da verschiedene Vergleichsfunde ein anderes Bild aufzeigen, nämlich eher eine kegelartige Form, wo die Spitze aufrecht steht oder evt. noch leicht abknicken kann. Das Schnittmuster ist in etwa wie vorher, nur etwas länger und nach oben schmaler werden. Der Schnitt kann dann 2teilig sein, oder 4teilig.

 

       zeichnung folgt noch                           D

 

 

 

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