| Rushose |
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Es gibt keine Textilfragmente, es wurden aber Haken für Beinstulpen gefunden, die an einen oberen Teil einer Hose zum Befestigen waren. Die weiten Pluderhosen kamen ursprünglich aus dem asiatischen Raum mit den von dort kommenden Händlern in den Westen von Europa. U.a. wurden auch in Haithabu in Schleswig Holstein Fragmente einer solchen Hose gefunden. Dort habe ich auf Basis des Thorsbergschnittes eine Rushose/Pluderhose vorgestellt. Hier zeige ich jetzt einen Rekonstruktionsvorschlag, denn mehr kann es leider nicht sein, wie ich es für Jan Meyerdierks genäht hatte.
Teil II als Stulpe verlängern (Unterschenkellänge bis unter das Knie). Diese dann mit Hilfe von Bändern oder kleinen Haken befestigen.
Schnittmuster Teil I wie folgt zusammennähen: 1) Die Teile 1 (hinterer Keil), 2 (unterer Keil) und 3 (vorderer Keil) zusammennähen. Die obere schmale Kante vom vorderen Keil nach innen umschlagen und festnähen mit einem Überwendlichstich. 2) Die seitlichen Teile von Keil 1 an die hinteren Teile der Hose annähen. 3) Den Stoffstreifen für den Bund annähen. 4) Den unteren Teil von Keil 1 an die Hose nähen (grün). 5) Keil 2 +3 an die vorderen Teile der Hose nähen (rot). Die Nahtzugabe dazu etwas einschneiden (siehe Pfeil). 6) Die restlichen Hosennähte zusammennähen. 7) Unten am Hosenbein einen doppelt genähten Stoffstreifen annähen. Zwei Öffnungen für den Tunneldurchzug für eine Kordel oder einem Band machen. 8) Den oberen Bund nach innen einschlagen und festnähen. Um einen Tunneldurchzug zu erhalten, den Bund außen nicht am vorderen Keil festnähen.
Schnittmuster Teil II: Beinstulpen zusammennähen.
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